ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE

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10.12.2017 80 Jahre Winterdienst auf Autobahnen

Autobahn- und Fernstraßen-Nutzer erwarten heute stets geräumte und gut gestreute Fahrwege. Das ist nicht nur im Sinne des reibungslosen Ablaufs von Transport und Verkehr, sondern dient auch der Unfallvermeidung. Die Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Autobahn- und Straßenmeistereien sind über die Jahre gewaltig angestiegen. Verkehrschaos aufgrund von Eis und Schnee treffen auf wenig Verständnis.

Angesichts des gerade angelaufenen Winterdienstes erscheint es angezeigt, einmal an die Schneeräum- und Streuarbeiten auf Reichsautobahnen vor rund 80 Jahren zu erinnern. Praktische Erfahrungen damit sammelten die Straßenmeistereien ab der Wintersaison 1936/37, nachdem rund 1.000 km Autobahnen in Betrieb waren. Maßgebliche Erkenntnisse wurden damals auf der schneereichen Baustrecke 68 Hof – Bayreuth – Nürnberg (ab 1940 Betriebsstrecke 16) gewonnen, wo die Sm Münchberg neue Methoden erprobte.

Die Redaktion hat sich deshalb entschlossen, hier den in DIE STRASSE 4. Jahrgang 1937, Nr. 18, 1. Septemberheft, Seiten 531 – 527 veröffentlichten Aufsatz zu publizieren.

Der Aufsatz ist über die nachstehende Schaltfläche zu erreichen:


08.12.2017 Kleine Geschichte der "Fischhausbrücke" veröffentlicht

Fischhaus
 
Der Saale-Unstrut-Verein für Kulturgeschichte und Naturkunde e.V. gibt jährlich ein Jahrbuch heraus, um darin, einem interdisziplinären Ansatz folgend, kulturgeschichtliche und naturkundliche Werte der Region vorzustellen. Ein eher seltenes Thema spielt dabei die Entwicklung der Verkehrswege, seien es die "großen" wie Autobahn- und Eisenbahnstrecken oder die "kleinen", wie Rad- und Fußwege.

Umso erfreulicher ist es, dass die Redaktion Naumburg (Saale) gebeten wurde, für das im Dezember 2017 erschienene Heft des 23. Jahrgangs einen Aufsatz über die 1998 eingeweihte Fußgängerbrücke beim Fischhaus zu schreiben. Diese Brücke ist für Anwohner der Naumburger Ortsteile Schulpforte und Bad Kösen und die vielen tausend Touristen jährlich eine wichtige Verbindung beider Saaleufer. Das ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE nahm sehr gern die Möglichkeit einer Veröffentlichung der interessanten Geschichte dieser ehemaligen Autobahnbrücke mit Text und Bildern wahr und sieht darin auch eine Anerkennung seiner ehrenamtlichen Arbeit.


03.12.2017 Winter im Rhein-Main-Gebiet

Rechtzeitig zum 1. Advent ist der Winter im Rhein-Main-Gebiet angekommen. Seit dem frühen Morgen schneit es und allenthalben sind die Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz.

Hessen Mobil ist für den Winterdienst auf rund 16.200 km hessischer Autobahnen, Bundesstraßen sowie Landes- und Kreisstraßen außerhalb von Städten und Gemeinden zuständig. Auf Autobahnen wird grundsätzlich bei Bedarf rund um die Uhr alle zwei Stunden gestreut und alle drei Stunden geräumt. Auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen je nach Bedarf von 06:00 – 22:00 Uhr. Ein Umlauf dauert in der Regel drei Stunden.

Großsilos
 
Großsilos in einer Autobahnmeisterei
© Hessen Mobil 2017

In einem durchschnittlichen Winter leisten die 60 Autobahn- und Straßenmeistereien insgesamt 90.000 Räum- und Streueinsätze. Hessenweit werden hierfür rund 120.000 Tonnen Salz benötigt, im harten und lang andauernden Winter 2012/13 waren es sogar mehr als 170.000 Tonnen. Diese enormen Mengen Streumittel speichert Hessen Mobil bereits vor Wintersaison in eigens errichteten rund 110 Salzhallen und Silos auf den Höfen der Autobahn- und Straßenmeistereien oder in Zwischenlagern, die während der Einsätze auf den normalen Routen zeitsparend angefahren werden können. Darüber hinaus hat der Landesbetrieb Zusatzkontingente reserviert, die bei Bedarf bei den Salzlieferanten abgerufen werden können. Um auch auf strenge Winter gut vorbereitet zu sein, werden künftig noch weitere Salzhallen und Silos errichtet.

Für den optimalen Einsatz der Streumittel nutzt Hessen Mobil computergesteuerte Streutechnik und hoch wirksames Feuchtsalz. Ein mit Magnesiumchlorid-Lösung angefeuchtetes Streusalz (sogenanntes FS 30, d.h. 70 % Salz und 30 % Salzlösung), das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Pro Quadratmeter ist damit nur noch etwa ein Teelöffel Salz notwendig. Ein Vorteil für die Umwelt und den Steuerzahler. In den Straßenmeistereien Oberweser und Friedberg wird neben FS 30 auch FS 100, das heißt reine Natriumchlorid-Sole aus der benachbarte Quelle in Bad Karlshafen bzw. Bad Nauheim bei gemäßigten, feuchten und trockenen Wetterverhältnissen von bis zu -10°C eingesetzt. Bei Schneefronten, Eisregen und langanhaltenden Kälteperioden unter -10°C wirkt Sole jedoch nicht mehr ausreichend, so dass hier Feuchtsalz zum Einsatz kommt.

Nachfolgender Link führt zur Übersicht der Straßen- und Autobahnmeistereien von Hessen Mobil:


25.11.2017 Die Metaphorik der Autobahn

Seit rund 70 Jahren bestimmen die Autobahnen in Deutschland und Westeuropa unsere Vorstellung von Verkehr und Mobilität auf Fernstraßen. Sie werden als selbstverständliche und immer intakte Voraussetzung für den motorisierten Individual- und den gewerblichen Gütertransport wahrgenommen, auch wenn die Wirklichkeit in Deutschland solche Erwartungen zunehmend enttäuscht.

Unser ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE ist bemüht, nicht nur die Dokumentation des Kernbereichs der Autobahngeschichte (Planung, Bau, Betrieb und Verkehr) voranzutreiben, sondern auch – ohne Anspruch auf Vollständigkeit –angrenzende Bereiche der Autobahnforschung zu berücksichtigen.

Eine solche Möglichkeit bietet die soeben auf die Website hochgeladene Besprechung des 2014 erschienenen Sammelbandes „Die Metaphorik der Autobahn. Literatur, Kunst, Film und Architektur nach 1945“. In 19 Beiträge beleuchten hier Literatur- und Kulturwissenschaftler die literarisch-künstlerische Inszenierung und Transformation der Autobahnen in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Italien, Frankreich und den USA.


Dr. Dr. R. Ruppmann
Redaktion Bad Homburg
redaktion@autobahngeschichte.com
H. Schneider
Redaktion Naumburg (Saale)
korrespondenz@strassengeschichte.de

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