Archiv für Autobahn- und Straßengeschichte

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Autowandern

Rast

Mit der Verkehrsübergabe der ersten RABen wurde der Begriff des "Autowanderns" für eine Freizeitbetätigung geprägt, bei der mit dem Kraftfahrzeug die Schönheiten des Landes erschlossen werden sollten.

Ähnlich des Wanderns zu Fuß oder per Boot (Paddeln, Kanufahren) wähnte man in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, den begrenzten Radius herkömmlichen Wanderns mithilfe von Automobil oder Motorrad zu erweitern.

Vorbild für das Autowandern waren die in den westlichen und nördlichen Ländern Europas gemachten Erfahrungen des "Naturgenusses".

 

Bildquelle: Titelblatt der Zeitschrift Die Straße, 3 (1936), H. 6

Schrifttum:
Quelle: Hafen, P. "Das Schrifttum über die deutschen Autobahnen",
Ferdinand Dümmlers Verlag, 1956

[552 08, S. 644]
Zentzytzki, St. M.: Neues Wandern mit dem Kraftwagen.
Die Straße, 3 (1936), H. 3, S. 85-88 (3¼ S., 6 Abb.)
Inhalt: Fahren auf der Autobahn bringt Sonntagsmorgen-Stimmung, wenn man nicht rast.

Weiteres Schrifttum:

Rex, Hanns-Ludwig: Voraussetzungen für das Autowandern in Deutschland.
Die Straße, 3 (1936), H. 11, S. 342-346 (6 Abb.)

Luther, C. J.: Mit Zelt und Kraftwagen.
Die Straße, 3 (1936), H. 13, S. 416-417 (1 Abb.)

Hauser, H.: Autowandern, eine wachsende Bewegung.
Die Straße, 3 (1936), H. 14, S. 455-457
Inhalt: Autor beschreibt "das Kennzeichen echten Autowanderns" als "... eine glückliche Zeitlosigkeit und ein glückliches Sich-leiten-lassen von der Landschaft, von der Sonne, von der Natur".